Wie läuft die Behandlung ab?

Bei Pferden dauert eine Erstbehandlung ca. 90 bis 120 Minuten. Bei Hunden sind es ca. 60 bis 90 Minuten, bei Katzen ggf. etwas länger. Die Länge der Behandlung wird individuell auf Ihr Tier abgestimmt. Bitte nehmen Sie sich ausreichend Zeit!

1. Vorgespräch

Um mir ein umfangreiches Bild von Ihrem Vierbeiner machen zu können, führen wir zuallererst ein detailliertes Gespräch über wichtige Eckdaten, den Zustand Ihres Tieres, die Patientengeschichte wie Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und bisherige Behandlungen sowie bestimmte Eigenheiten. Es ist hilfreich, wenn Sie sich schon vor meinem Besuch Gedanken darüber machen und - falls eine diagnostizierte Erkrankung vorliegt - wichtige Dokumente wie Laborbefunde und Röntgenbilder zusammensuchen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was für meinen Besuch wichtig ist, sprechen Sie mich gerne an.

Weiterhin ist hier auch Platz für Fragen sowie Ihre persönlichen Wünsche und Sorgen bezüglich Ihres Lieblings.

2. Adspektion & Ganganalyse

Nach dem Gespräch schaue ich mir Ihr Tier an. Hierzu gehen wir mit Hunden nach draußen und ich beurteile, wie Ihr Vierbeiner in den verschiedenen Gangarten läuft.

Mit Pferden findet dies auf einem ebenen Untergund wie z.B. einem asphaltierten oder gepflasterten Bereich statt. Zusätzlich kann es im Einzelfall nötig sein, dass ich mir das Pferd nochmals auf weichem Untergrund, an der Longe oder unter dem Reiter anschaue.

3. Untersuchung

Anschließend untersuche ich Ihren Liebling. Die Untersuchung fällt je nach Tier und vorliegendem Problem individuell aus und kann daher nicht pauschalisiert werden.

Beurteilung der Ausrüstung

Es kann sich während der Untersuchung als nötig erweisen - meistens beim Pferd, manchmal allerdings auch bei anderen Tieren - die Ausrüstung zu inspizieren und am Tier zu beurteilen. 

Bei Pferden können gerade unpassende Sättel, Gebisse und falsch verschnallte Trensen Auslöser für Probleme sein. Aber beispielsweise können auch Führketten oder Kutschgeschirre wiederkehrende Probleme verursachen.
Bei Hunden kann es manchmal vorkommen, dass Halsbänder insbesondere bei jungen oder wilden Hunden zu Halswirbelsäulenblockaden führen.

4. Behandlung

Die Behandlung findet meist kombiniert mit der Untersuchung statt. Das heißt, kleinere Wehwechen, die ich während der Untersuchung finde, werden sofort behandelt. Größere Blockaden und andere Befunde werden separat nach der Untersuchung behandelt.

Die Behandlung findet je nach Befund und individuell ans Tier angepasst physiotherapeutisch oder osteopathisch oder kombiniert statt.

5. Nachgespräch (und Trainingsplan)

Nach der Behandlung erkläre ich Ihnen nochmals ausfühlich, was ich gefunden und daraufhin behandelt habe. Weiterhin besprechen wir - wenn nötig - die weitere Vorgehensweise. Waren lediglich frische Blockaden oder Ähnliches vorhanden, reicht die eine Behandlung meist aus und ich muss nicht noch einmal vorbeikommen.

In anderen Fällen besprechen wir die Weiterbehandlung, worauf zu achten ist und was gegebenenfalls verändert werden muss.

Für die vierbeinigen Patienten, die sich in der Rehabilitation nach einer OP oder einem Unfall befinden und auch für Tiere, die für den Sport muskulär und konditionell aufgebaut werden sollen, machen wir einen Trainingsplan, in dem Sie zu Hause mit Hausaufgaben mitwirken können.

Bei chronisch oder neurologisch erkrankten Tieren erkläre ich Ihnen gerne genau, was das für Ihr Tier bedeutet und gebe Ihnen Hilfestellungen, wie Sie im Alltag besser mit der Situation zurecht kommen können. Natürlich gebe ich Ihnen auch gerne Tipps für Ihren Senior.